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Wie Nico Zorn bereits auf Emailmarketingblog.de berichtete, hat der E-Mail-Service-Provider Inxmail mit der „Inxmail Professional Facebook Application“ eine innovative Anwendung für das weit verbreitete soziale Netzwerk Facebook entwickelt. Angepasste Newsletter können hiermit über den Standard-E-Mail-Posteingang hinaus nun auch in Facebook zugestellt und gelesen werden. Das Newsletter-Abonnement für Facebook kann dabei auf Webseiten einfach per Mausklick erfolgen – eine Eingabe der E-Mail-Adresse und weiterer Daten ist nicht notwendig.
Weitere Infos:
http://www.inxmail.de/de/produkte-leistungen/facebook-application.php
Wie schaut das Abonnement eines Newsletters in Facebook in der Praxis aus?

Abb. 1: Inxmail-Newsletter in Facebook lesen: Die Inxmail Professional Facebook Application (Quelle: Inxmail.de)
- Der Nutzer muss zunächst die Inxmail Newsletter-Applikation in Facebook aktivieren, mit der die E-Mails in Facebook dann empfangen und gerendert werden können.
- Nach dem Klick auf „Newsletter in Facebook abonnieren“ (vgl. Abb. 1) bspw. auf Ihrer Website loggt sich der Nutzer ggf. auf Facebook ein, falls noch nicht geschehen (vgl. Abb. 2).

Abb 2.: Ggf. Login auf Facebook und Installation der Applikation im Profil
- Die sodann installierte Application mit dem Posteingang-Container für den Newsletter wird nun im Footer bei Facebook angezeigt (vgl. Abb. 3).

Abb. 3: Benutzer-Oberfläche der Inxmail Professional Facebook Application
Ich bin gespannt auf die nächste Ausgabe…
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Die Verknüpfung von E-Mail und sozialen Netzwerken gilt bei vielen Experten als einer der Mega-Trends im E-Mail-Marketing für 2009. In der Praxis ist dies bei den Marketern selbst allerdings bislang nur bei jedem 10. angekommen.[1] Woher rührt die Diskrepanz? Fürchten sie um ihren Job, weil die Netzwerke E-Mails zunehmend verdrängen? Wäre kaum begründet – versuchen Sie exemplarisch mal, einen Account in einem Netzwerk ohne E-Mail-Adresse zu eröffnen…
Eine andere Hypothese wäre, dass die „alten Hasen“ im Business sich selbst nicht groß in Facebook, MySpace & Co. bewegen (quasi „fehlender Bezug„) und sich aus zeitlichen (oder anderen) Gründen die ergänzenden Potenziale fürs Marketing dort noch nicht vergegenwärtigen konnten.
Anbei zwei kleine Beispiele aus der Praxis, bei denen die eigenen Präsenzen in den sozialen Netzwerken via E-Mail dediziert bzw. als Primärbotschaft beworben wurden. Vielleicht ergibt sich hieraus für den ein oder anderen eine gewinnbringende Idee…?
1. Shoeline.com: Facebook Fan-Gruppe

Shoeline-Stand-Alone-Mailing für Facebook-Promotion (Quelle: StyleCampaign.com)
Anna Yeaman berichtete kürzlich im Blog StyleCampaign.com über ein Stand-Alone-Mailing von Shoeline.com. Das Mailing (vgl. Abb. 1) bewarb einzig die entsprechende Fan-Gruppe bei Facebook („Click … to become a member“). Der exklusive Nutzen für den Leser wurde in Agenda-Form wie folgt aufgeführt:
- Montags: „Trend Report“ mit einem der großen Trends der Saison
- Dienstags: „Sieh sie angezogen“ – die Schuhe virtuell per Video „anziehen“ bzw. angezogen in Aktion sehen
- Freitags: „Stil Spotlight“ – die neusten oder am meisten verkauften Produkte
- „Exklusive Gutscheine und Rabatte“ (z. B. Spar-Events anschließen, die nur Facebook-Fans zur Verfügung stehen)
- Und noch „mehr“ Dinge wie Rezensionen, Blogs oder Links, die sonst nirgendwo zu finden sind
(Relativer) Erfolg des Mailings: +46% Mitgliederzuwachs in der Facebook-Fangruppe (auf derzeit rund 450 Mitglieder). Wie sieht die Fangruppe aus? Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte…
Zunächst die Landingpage des Mailings ohne Login bei Facebook:

Abb. 2: Shoeline & Facebook: die Seiten "Shoeline.com" und "Just Fans"
Nach dem Login :

Abb. 3: Shoeline & Facebook: Nach dem Facebook-Login werden unter anderem Web 2.0 Features angezeigt
2. X-Men Origins: Weapon X
Zum Kinostart von X-Men Origins: Wolverine versendete 20. Century Fox Stand-Alone-Mailings, in denen above-the-scroll eine Anwendung („Bau dir deine eigene Waffe X“) beworben wurde: das Weapon X-Spiel. Die User in den sozialen Netzwerken (genauer: Facebook sowie MySpace) konnten sich die Anwendung aktivieren, miteinander hierüber interagieren (genauer: gegeneinander „zocken“) und so mit dem Gegenstand der Promotion in stetigem Kontakt bleiben. Drei Bilder für einen Eindruck:

Mailing: "Build your own weapon x" auf Facebook oder MySpace
Die Landingpages auf Facebook und MySpace:

Weapon X-Application bzw. -Widget - Landingpage auf Facebook bzw. MySpace
Das Spiel (Charakter-Erstellung):

X-Men Origins: Das Spiel im sozialen Netzwerk Facebook
Fußnoten
[1] Vgl. z. B. die aktuelle Studie „E-Mail-Marketing Trends 2009“ von Absolit, nach der nur etwa jeder 10. E-Mail-Marketer das Thema „Social Networks“ auf dem Radar hat.
Kategorien: soziale netzwerke
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Weiterleitungs-Funktionalitäten gehören zum Standard-Funktionsumfang vieler ESP. Problem dabei: Der Nutzen ist extrem gering. Der klassische „Forward to a Friend“ (FTAF)-Button (Weiterleitung von E-Mail-Posteingang zu -Posteingang) in der E-Mail erzeugt erfahrungsgemäß schwache Klickraten im unteren untersten Promillebereich. Und auch die neueren „Share with your Network“ (SWYN)-Funktionalitäten (Weiterleitung der E-Mail-Inhalte in soziale Netzwerke), die z. B. Inxmail gestern und Silverpop ebenfallst kürzlich angekündigt haben, dürften – zumindest derzeit – nicht nachhaltig besser abschneiden.[1] Möglicher Grund: Die E-Mail-Empfänger erachten die Newsletter-Inhalte in der Regel nicht als weiterleitungswürdig.[2]
Ein neues Konzept, das mich von der Idee, den Möglichkeiten und Ergebnissen sehr beeindruckte, hat der amerikanische Email Experience Council jetzt vorgestellt – und benannt: „Quorus Viral Personal Forward Technology“ (PERF).

Abb. 1: Werbemittel mit klassicher F2AF-Funktionalität (Quelle: Smith-Harmon.com)
Die Fallstudie: Im Rahmen eines Split A/B-Tests vor den Weihnachtsferien 2008 wurde ein eCard-Werbemittel mit viraler PERF- (vgl. Abb. 2) gegen dasselbe mit klassischer FTAF-Funktionalität (vgl. Abb. 1) getestet.
Beeindruckende Ergebnisse:
- 6,18% (1,3%) Click-Through-Rate bei PERF (FTAF)
- 3,73% (0,74%) Weiterleitungs-Rate bei PERF (FTAF)
- 45,14% Öffnungsrate bei der weitergeleiteten PERF-E-Mail
- Bei der PERF-Kampagne wurde noch 2 Wochen nach dem Start Aktivität verzeichnet (standardmäßig geht die Aktivität bereits 72 Stunden nach der Aussendung gegen Null)

Abb. 2: Werbemittel mit viraler PERF-Funktionalität (Quelle: Smith-Harmon.com)
Die Versuchsanordnung: Die Kontrollgruppe (FTAF) der Kampagne bekam eine Ferien-eCard mit einer Kuchen-Grafik zugesandt, wobei der Kuchen als 1:1-Weiterleitung weiterverschenkt werden konnte (vgl. Abb 1). Die Test-Gruppe (PERF) bekam eine optimierte Variante der eCard (vgl. Abb. 2), in der
- 1 von 4 weiterverschenkbaren Dingen (Kuchen, Pullover, Socken, Weihnachtsmann) auf einer Landingpage (vgl. Abb. 3) ausgewählt und
- mit einer invidivuellen Botschaft an einen Freund weitergeleitet werden konnte.

Abb. 3: Landingpage des PERF-Creatives
Zur initialen PERF-Nachricht zum Testen:
http://www.fdfcm.com/fruitcake/select
Mögliche praktische Anwendungsgebiete für die PERF-Technik im E-Mail-Marketing sind manigfaltig. A. Madison & L. Harmon schreiben beispielsweise hierzu:
(…) Zappos could send an email to subscribers providing three „gifts“ that each recipient could share with up to five friends: free overnight shipping on any purchase, 20% off any purchase, or $10 off any item. (…) [Link hinzugefügt]
Ich würde sagen: PERF – ein Experiment, das zum Nachahmen einlädt.
Fußnoten
[1] Alex Madison und Lisa Harmon liefern konkrete Zahlen hierzu (18.2.09):
Standard FTAF technology rarely inspires more than a 0.7% forward rate, and SWYN is reported to inspire about two to three times that.
[2] Vgl. z. B. den Artikel „Are your Emails shareworthy?“ des Silverpop Vizepresidenten Loren McDonald vom 12.2.09.
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